Grundinfos

Rollstuhl-Rugby ist ...

Der Sport ...

Der Kontakt ...

Über 3.000 ...

… ein schneller Vollkontaktteam-Sport für männliche und weibliche Athleten mit funktionellen Beeinträchtigungen in mindestens drei ihrer vier Gliedmaßen. Als gemischter Sport, konkurrieren sowohl männliche und weibliche Athleten zusammen in gleichen Teams.

… wurde von Athleten mit einer Behinderung geschaffen wurde, und kombiniert auf einzigartige Weise Elemente von Basketball, Rugby und Eishockey. Das Spiel wird drinnen auf einem leicht modifizierten Basketballfeld zwischen zwei Mannschaften von je vier Spielern gespielt. Das Ziel des Spiels ist es, einen Ball über die Torlinie des gegnerischen Teams zu tragen, um Punkte zu erzielen.

… zwischen Rollstühlen ist erlaubt und in der Tat ein integraler Bestandteil des Sports. Die Spieler verwenden spezielle Rugby-Stühle, um ihre Gegner während des Spiels zu blockieren und zu halten.

… Menschen beteiligen sich am Rollstuhl-Rugby auf der ganzen Welt, und es wird heute aktiv in mehr als 28 Ländern gespielt.

Regelgrundlage

Idee

Spielfeld

Zeitregeln

Fouls

Dauer

Regelwerk

Rollstuhl Rugby ist ein Mannschaftssport für Menschen mit einer Behinderung, bestehend aus Elementen von Rollstuhl-Basketball, Eishockey und American Football. In einem Team können maximal zwölf Spieler spielen, aber nur vier Spieler von jeder Mannschaft können dürfen sich auf dem Spielfeld befinden. Bei dem Spiel treten sowohl männliche als auch weibliche Athleten in gemischten Teams an.

Spielfeld (© IWRF)

Gespielt wird in der Halle auf einen Spielfeld welches den gleichen Maßen eines Basketballfelds (28 Meter lang und 15 Meter breit) entspricht. Das Ziel des Spiels ist es, Punkte zu erzielen indem man die Torlinie überquert. Um den Punkt anzurechnen, müssen zwei Räder des Rollstuhls die Torlinie berühren, während der Spieler im Ballbesitz ist. Die Torlinie ist der Abschnitt der End Linie innerhalb des Keys, der 8 Meter breit und 1,75 Meter ist tief ist, an jedem Ende des Spielfeldes. Die Torlinie ist mit zwei Pylon markiert.
Das Rückspielfeld eines Teams ist die Hälfte des Spielfeldes mit dem Tor, welches sie verteidigen. Ihr vorderes Spielfeld ist die Hälfte mit dem Tor, welches sie angreifen.

Das verteidigende Team ist nicht berechtigt, mehr als drei Spieler in ihrem eigenen Key zu haben, während sie ihre Torlinie verteidigen. Die Offensivspieler dürfen während des Angriffs nicht länger als zehn Sekunden im Key bleiben.

Ein Spieler, der im Ballbesitz ist, muss innerhalb von zehn Sekunden den Ball dribbeln oder abspielen.

Das angreifende Team hat zwölf Sekunden, um den Ball von ihrem hinteren Spielfeld ins Vorfeld zu bringen und insgesamt vierzig Sekunden um ein Tor zu erzielen.

Die Spieler dürfen körperlichen Kontakt mit den Rollstühlen aufbauen und es ist ein Bestandteil des Spiels. Physischer Kontakt zwischen Rollstühlen, der als gefährlich betrachtet wird, wie der Hit eines anderen Spielers hinter der Achse, ist allerdings nicht zulässig. Direkter physischer Kontakt zwischen Spielern ist nicht gestattet. Wenn ein angreifendes Team mit einem Foul bestraft wird, verliert es in der ersten Instanz den Ballbesitz, wenn es sich nicht um ein technisches Foul handelt, das vom bestraften Spieler im Strafraum abgesessen werden muss. In einigen Fällen kann ein Straftor anstelle einer Strafe vergeben werden. Das verteidigende Team hat immer die 1 Minute Strafe in der Strafbox abzusitzen.

Rollstuhl-Rugby-Spiele bestehen aus vier acht-Minuten-Viertel. Wenn das Spiel am Ende unentschieden ist, wird eine zusätzliche Verlängerung von drei Minuten gespielt.

Insgesamt besteht das komplette Regelwerk aus über 50 Seiten. Den Download gibt es hier.

Schiedsrichter

Schiedsrichter

Schiedsrichter-Zeichen

Das Spiel wird von 2 Feldschiedsrichtern geleitet die in Ihrer Arbeit von 4 weiteren Tischschiedsrichtern in Ihrer Arbeit unterstützt werden. Auf internationalen Turnieren fungieren noch zusätzlich Technische Schiedsrichter.

Handzeichen 1-16

Handzeichen 17-32

Materialien

Highpoint-Stuhl

Lowpoint-Stuhl

Ball

Zubehör

Highpoint-Stuhl

Lowpoint-Stuhl

Spielball

Handschuhe

Klebe- und Polstermaterial

Klassifizierung

Zweck

Klassifizierung

System

Klassen

Klassifizierung ist ein integraler Bestandteil des Sports für Menschen mit Behinderungen. Der Zweck der Einstufung ist es, einen fairen und gerechten Wettbewerb auf allen Ebenen des Sports zu gewährleisten, damit die Athleten auf einem gleichen Niveau konkurrieren können.

Die Klassifizierung im Rollstuhl-Rugby basiert auf einer biomechanischen Beeinträchtigung. Es bedeutet, dass die Athleten mit körperlichen Behinderungen im Rollstuhl-Rugby konkurrieren dürfen, zum Beispiel: Rückenmarksverletzung, Poliomyelitis, Muskeldystrophie, mehrere Amputationen, angeborene Gliedmaßen defekte und andere Muskel-Skelett-Bedingungen, die ähnlich der Tetraplegie sind.

Das Klassifizierungssystem besteht aus drei Bewertungen: einer physischen und einer technischen Bewertung sowie einer Beobachtung auf dem Spielfeld. Wenn ein Athlet den Eignungstest bestanden hat, wird er durch einen physikalischen Tests überprüft. Gemäß der Einstufung kann ein Athlet eine von sieben Klassen 0,5 bis 3,5 bekommen.

Die 0,5-Klasse umfasst diejenigen Athleten, die am meisten beeinträchtigt sind und die 3,5-Klasse umfasst die Athleten mit der geringsten Behinderung oder einer „minimalen“ Behinderung, die für den Sport des Rollstuhl-Rugby zugelassen ist.

Low-Pointer


© wikipedia.org

0,5

1,0

  • seine Hauptrolle ist der Blocker
  • Kopfnicken vorhanden beim Schieben, wegen der proximalen Schulterschwäche und dem Mangel an Trizepsfunktion
  • Ellbogen sind beim Schieben seitlich
  • langsam treibend, benutzt Unterarme beim Start, dreht und stoppt
  • passt Bälle mit „Unterarm Volleyball Pass“ oder „Schlagpass“ wegen der proximalen Schulter-, Arm-und Handgelenkschwäche

© 

  • Blocker auf dem Spielfeld, kann den Einwurf machen
  • leichtes Kopfnicken beim Schieben, wegen der proximalen Schulterschwäche, aber hat einen längeren Schub auf das Rad als die 0,5er Klasse
  • multidirektionale Starts, Stopps und Wendungen, aber die Unterarme werden immer noch zum Schieben benötigt
  • schwacher Brustpass oder Unterarm Pässe
  • Unterarm- oder Handgelenkfang

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Mid-Pointer


© wikipedia.org

1,5

2,0

2,5

  • ausgezeichneter Blocker, kann gelegentlicher Ballführer sein
  • wirksameres Antreiben wegen der stärkeren Schultermuskulatur
  • gute Brustpässe in Distanz und Beständigkeit, wegen der Schulterstärke und Stabilität
  • begrenzte Ball-Sicherheit beim Passen, wegen der Handgelenkinstabilität
  • kann asymmetrische Armfunktion haben

© 

  • Ballführer auf dem Platz
  • sehr gutes Antreiben wegen der starken und stabilen Schulter
  • effektiver Brustpass
  • begrenzte Ballsicherheit, wegen fehlender Fingerbeugung
  • kann den Ball mit Handgelenken halten

© 

  • Ballführer, ziemlich schneller Spielmacher
  • sehr gutes Anschieben und Geschwindigkeit auf dem Feld
  • kann eine Rumpfkontrolle haben, die eine bessere Stabilität im Stuhl bietet
  • bessere Ballsicherheit, wegen einer gut ausgewogenen Fingerbeugung und -streckung, aber ohne wirkliches Zupacken und Loslassen
  • sicheres Dribbeln des Balls, aber Auswärtsdrehen des Unterarms, um den Ball vom Schoß zu schöpfen
  • Einhand-Überkopf-Pass, aber eingeschränkte Distanz und Genauigkeit
  • Zweihändiger Fang
  • kann asymmetrische Arm- oder Handfunktion haben

© 

High-Pointer


© wikipedia.org

3,0

3,5

  • Ballführer und schneller Spielmacher
  • kann eine Rumpfkontrolle haben, die eine bessere Stabilität im Stuhl bietet
  • Gutes Umfassen des Reifen/ Rads zur besseren Kontrolle des Stuhls, wegen ausgewogener Fingerfunktion
  • gute Ballsicherheit und Kontrolle während des Passens und Fangens, wegen der guten Finger Funktion
  • mehrfaches Dribbeln mit einer Hand
  • Einhand-Überkopf-Pass

© 

  • Sehr guter Ballführer und schneller Spielmacher
  • Recht gute Rumpfkontrolle, welche bessere Stabilität im Stuhl gibt,
  • können Rumpf für Ball- und Stuhlgeschicklichkeit verwenden
  • exzellente Ballkontrolle und Sicherheit beim Passen und Fangen
  • exzellenter Einhand-Überkopf-Pass
  • kann asymmetrische Arm- oder Handfunktion haben

©